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Wirtschaftliches Engagement zur Förderung des Kinderschutzes

Trennungen und Scheidungen

stellen für Kinder

in der Regel einschneidende Erlebnisse dar.

Jedes Jahr sind in Deutschlands mindestens 200.000 Kinder und Jugendliche von der Scheidung oder Trennung ihrer Eltern betroffen. In acht von zehn Fällen entstehen danach Konflikte, die die Kinder stark belasten und seelisch krank machen können. Bei konflikthaften Trennungen werden Kinder sogar von einem Elternteil ferngehalten (Entfremdung), und auch Großeltern verlieren ihre Enkel, wenn sich Eltern trennen. Auf Seiten der betroffenen Kinder entwickeln sich Bindungsschwierigkeiten, Depressionen, Angststörungen und Auffälligkeiten im Sozialverhalten. Leider fehlen spezifische Hilfestellungen für Kinder, so daß sie sich in Zeiten der höchsten Not oft allein überlassen sind.

In Deutschland benötigen wir dringend Wissen darüber, welche Betreuungsregelung (z.B. Residenz-, Wechsel- und Nestmodell) dem Kindeswohl im Einzelfall am besten entspricht und mit welchen Methoden wir dies gesichert erkennen. Die direkte Frage, bei welchem Elternteil sie leben möchten, bringt Kinder häufig in einen schmerzhaften Loyalitätskonflikt. Hier fehlen sowohl Beratungskonzepte für Eltern als auch sensible, kindgerechte Vorgehensweisen und Gesprächstechniken auf Seiten der Fachanwälte und Familiengerichte.

Um diese Kinderschutzlücke zu schließen, müssen Konzepte/Hilfestellungen für Trennungs- und Scheidungskinder entwickelt werden. Zudem bedarf es einer bundesweiten Studie mit Trennungs- und Scheidungsfamilien um herauszufinden, welches Umgangsmodell dem Kindeswohl am besten entspricht. Unser Ziel ist es, Trennungen und Scheidungen so auszugestalten, dass sie für Kinder so wenig belastend wie möglich sind.