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Wirtschaftliches Engagement zur Förderung des Kinderschutzes

Dr. Stefan Rücker

„Meine Erfahrung ist, dass erfolgreiche Menschen oft den Wunsch haben, etwas zurückzugeben.
Mit einer Spende an WE4Kids haben UnternehmerInnen und Privatpersonen die Möglichkeit, sich mit finanziellen Ressourcen an einer Initiative zu beteiligen, die in der Bundesrepublik einmalig ist.“

Dr. Stefan Rücker ist Psychologe; er leitet die Forschungsgruppe PETRA sowie die Arbeitsgruppe Kindeswohl an der Universität Bremen. Sein Erfahrungsspektrum umfasst sowohl die Paarberatung und Mediation, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als auch die wissenschaftliche Durchführung bundesweiter Studien. Er ist ein gefragter Autor, Berater, Interviewpartner und Experte in den Medien. Dr. Stefan Rücker lebt mit seiner Familie in Bremen und er engagiert sich seit vielen Jahren im Kinderschutz.

Ein Interview mit Dr. Stefan Rücker

Gewalt.

Vernachlässigung.

Verletzte Seele. Trauma.

Was passiert mit

unseren Kindern?

Wir wollen es wissen.


Warum haben Sie WE4Kids ins Leben gerufen?

WE4Kids will eklatante Lücken im Kinderschutz schließen und damit das Leben von Millionen von Kindern in den nächsten Jahren deutlich verbessern. Unsere Mission heißt: erforschen, hinschauen und handeln.

Wo sehen Sie die größten Lücken im Kinderschutz?

Im Bereich des Kinderschutzes bestehen weltweit große Herausforderungen. Aber auch vor der eigenen Haustür sehen wir viel Leid. Hunderttausende Kinder sind jährlich von der Scheidung oder Trennung ihrer Eltern betroffen. Einen großen Teil der Kinder belastet diese Situation so stark, dass er psychisch erkrankt. Zudem werden jedes Jahr zehntausende akut traumatisierte Kinder in Obhut genommen. Ähnlich wie bei einem gebrochenen Arm bedarf es schneller Hilfe bei einer gebrochenen Seele. Diese Hilfestellungen gibt es jedoch im Bereich der Inobhutnahmen nicht. Die gesundheitlichen Folgen für die Kinder sind fatal. Viele leiden zeitlebens unter Belastungen und Störungen. Bei den Kindern, die ohne jede familiäre Anbindung aus dem Ausland einreisen stellt sich die Problematik ähnlich dar. Auch ihnen müssen wir helfen. Kriegstraumatisierte Kinder benötigen spezifische Hilfen, auch, damit sie selbst nicht destruktive Verhaltensweisen entwickeln und zu einem Risiko des gesellschaftlichen Friedens werden.

Was macht das Projekt WE4Kids so einzigartig?

Es ist die erste Initiative, die wissenschaftlich und präzise Hilfestellungen und Schutzkonzepte für Kinder in teils größter Not entwickelt. Innovativ ist zudem, dass die Mittel mit Hilfe von Einzelpersonen und aus der Wirtschaft zusammengetragen werden. Das bedeutet, dass wir beispielsweise unabhängig von politischen Vorgaben arbeiten, und uns allein auf die Entwicklung von Schutzmaßnahmen für Kinder konzentrieren können.

Welchen Nutzen erfahren die belasteten Kinder in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld?

Indem wir Fachkräfte z.B. in Jugendämtern, Einrichtungen der Inobhutnahme, an Familiengerichten u.v.a. beispielsweise in der Erkennung von Traumatisierungen oder in der Anwendung trauma-sensibler Betreuung schulen, erreichen wir direkt die Kinder und entlasten sie damit. Auch in Fachveröffentlichungen und Vorträgen machen wir unsere Erkenntnisse zugänglich. Durch eine trauma-sensible Betreuung konnte beispielsweise ein dreizehnjähriges in Obhut genommenes Mädchen ihren Wunsch aufgeben, sich das Leben zu nehmen.